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Turnierhundesport PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 08. Januar 2008 um 02:07 Uhr

Mit Träumen fing alles an. Man wollte einen Hundesport für die ganze Familie. Den Sport sollte man mit Hunden jeder Größe und Rasse ausüben können.
1972 wurde diese Idee nach langem Reifeprozess umgesetzt und den Hundesportlern vorgestellt. In den kommenden Jahren wurde das Angebot im Turnierhundesport (THS) immer weiter ausgebaut. Das Ziel eine Sportart mit vielfältigem Angebot für die ganze Familie zu schaffen, wurde erreicht.

Inzwischen umfasst der Turnierhundesport folgende Disziplinen:

  • Hindernislauf Turnier
  • Vierkampf Stufe 1 und 2 mit den Disziplinen Gehorsam, Hürden-, Slalom- und Hindernislauf
  • CSC: Mannschaftswettkampf mit jeweils 3 Teams
  • Shorty: Mannschaftswettkampf für 2er-Teams
  • QSC: Wettbewerb nach dem K.O.-System auf zwei baugleichen Geräte-Parcours
  • Geländelauf: 2.000/5.000 Meter
  • Geländelauf Plus: 2.000/5.000 Meter

Besonders erfreulich ist der hohe Zulauf von Jugendlichen. In keiner anderen Hundesportart ist der Anteil der Jugendlichen so hoch. THS ist der ideale Freizeit-, Breiten- und Leistungssport.

Hindernislauf

Der Hindernislauf wird in zwei Größenklassen (Gruppe1 und Gruppe2) eingeteilt.  Bei den Hundeführern erfolgt eine Einteilung in Altersklassen und eine Aufgliederung in weibliche/männliche Teilnehmer, um gerechte Bewertungskriterien zu schaffen.
Der Hindernisparcours besteht aus 8 Hindernissen und einer Gesamtlänge von 75m. Das erste Hindernis ist eine Hürde. Danach gilt es die Schrägwand von 1.40m Höhe zu überwinden, bevor der Hund durch den Tunnel läuft. Dem Tunnel folgt ein Laufdiel, über das der Hund laufen muss. Dann soll eine Tonne (Fass) übersprungen und danach ein Reifen durchsprungen werden. Das vorletzte Hindernis ist ein Hoch-Weit-Sprung. Das letzte Hindernis ist wieder eine Hürde mit einer Höhe von 50cm. Dann sind es nur noch ein paar Meter bis ins Ziel.
Die Bewertung im Wettkampf erfolgt nach Zeit und Fehlerpunkten an den Hindernissen.

Vierkampf 

Der Vierkampf (VK) wird oft als „Königsdisziplin" im THS bezeichnet. Das Team muss sich hier mehreren Anforderungen stellen.
Die Grundlage des VK bildet die Unterordnung (Gehorsam). Es gibt zwei Anforderungsstufen: VK1 und VK2. Die Unterordnung des VK1 setzt sich aus der Leinenführigkeit (nach vorgeschriebenem Laufschema), der Freifolge, einer Sitz-Übung und einer Platz-Übung mit Herankommen zusammen. Bei der Prüfungsstufe VK2 entfällt die Leinenführigkeit. Dafür wird die Unterordnung um eine Steh-Übung erweitert.
Die zweite Disziplin des VK ist der Hürdenlauf. In der Prüfungsstufe VK 1 müssen Hund und HF gemeinsam auf einer Streckenlänge von 50 m 3 Hürden gleichzeitig bewältigen wobei der Hund über die Hürden springen muß und der HF auf gleicher Höhe mit dem Hund läuft, darin liegt die Schwierigkeit denn wenn sie nicht auf gleicher Höhe die Hürde nehmen gibt es dafür Strafpunkte die auf die Laufzeit addiert werden. Das selbe gilt für den VK 2 mit dem Unterschied das hier die Strecke auf dem Hinweg nur 40 m lang ist aber noch eine Wendestange beinhaltet die Umrundet werden muß und dann geht es auf den Rückweg also wieder 40m zurück. Wobei der HF diesmal auch über die Hürden springt. Trotzallem gilt : Hund und HF muß auf gleicher Höhe die Hürden nehmen.
Die dritte Disziplin ist der Slalom. Bei der Slalom-Strecke von 75m müssen im VK1 und VK2 sieben Slalomtore durchlaufen werden. Als letztes folgt die VK-Disziplin Hindernislauf. Diese weist nur kleine Unterschiede zur Einzeldisziplin Hindernislauf (siehe oben) auf. Hier wird keine Unterscheidung zwischen kleinen und großen Hunden gemacht. Die Hürdenhöhe wird auf 50cm eingestellt. 

Combinations-Speed-Cup (CSC)

Der CSC setzt sich aus drei Laufsektionen mit unterschiedlichen Hindernissen zusammen, die hintereinander durchlaufen werden. Am häufigsten wird hier der Mannschaftswettkampf angetroffen. Drei Teams (Hund und Hundeführer) stellen eine Mannschaft. Jedes Team läuft eine Sektion. Die Einteilung der Start-Aufstellung kann nach den eigenen Vorlieben der Ansprüche in den Sektionen getroffen werden.
Die erste Sektion ist der anspruchsvolle Part. Hier findet man eine Kombination aus Slalom- und Hindernislauf. Es müssen erst drei Slalomtore durchlaufen werden, danach folgt der Frankfurter Kreisel, dann ein weiteres Slalomtor, eine Hürde, die Schrägwand, die Harfe und zum Schluss das Wechseltor.
Die zweite Sektion ist etwas für schnelle Läufer. Auf dieser Teilstrecke sollte das schnellste Team eingesetzt werden. Die Hindernisse sind niedrig und so schnell zu absolvieren. Den Beginn macht der Tunnel, von dort geht es über die Tonne, durch den Reifen, um die Wendestange, über die 3 Hürden und zum Schluss durchs Wechseltor.
Die dritte Sektion ist einfach und schnell. Sie ist die „Geradeausstrecke" im CSC und hat vier Hindernisse. Das erste Hindernis ist die Schrägwand, gefolgt vom Hoch-Weit-Sprung, dem Laufdiel, einer Hürde und dem Zieltor.

Shorty

Der Shorty ist der kleine Bruder des CSC. Eine Mannschaft besteht hier aus 2 Teams. Beide Sektionen bestehen aus jeweils fünf Hindernissen.
In der ersten Sektion müssen Hürde, Treppe, Tunnel, Hoch-Weit-Sprung, Harfe absolviert werden.
In der zweite Sektion sind Hürde, Oxer, Schrägwand, Tonne, Reifen zu überwinden.

Qualifications-Speed-Cup (QSC)

Der Reiz dieses Wettbewerbs liegt im K.o.-System. Zwei Teams treten auf zwei parallel aufgebauten Parcours an. Start und Ziel ist hier ein Tisch. Das schnellere Team gewinnt. Die Hindernisse sind wie folgt aufgestellt: Tisch (Start), ein Slalomtor, Tonne, Wendestange, Oxer, ein Slalomtor, Reifen, Treppe, geteilter Tunnel, Schrägwand, Harfe, Tisch (Ziel). Alle Hindernisse müssen korrekt ausgeführt werden, ansonsten erfolgt die Disqualifikation.

Geländelauf/Geländelauf-Plus

Den Geländelauf gibt es heute in zwei Wettkampfarten: Geländelauf und Geländelauf-Plus. Die Laufstrecken gibt es jeweils mit 2.000 und 5.000 Metern.
Beim Geländelauf wird die Leine während des Laufs vom Hundeführer in der Hand gehalten. Der Hund kann an einem Halsband oder an einem Geschirr geführt werden.
Beim Geländelauf-Plus ist nur die Verwendung eines Bauchgurtsystems mit Panikhaken und Gummifederung für den Hundeführer in Verbindung mit einem entsprechenden Geschirr für den Hund erlaubt.

 
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